Buch: Projektmanagement mit dem PM-Haus

Buch: Projektmanagement mit dem PM-Haus

Heute habe ich mal eine andere Kategorie von Text für euch: eine Buchrezension. Auf dem PM-Forum bin ich im letzten Jahr Prof. Dr. Ayelt Komus begegnet, einige kennen seinen Namen vielleicht bereits durch die große Studie “Status Quo Agile”. Da er schon lange im Bereich Projektmanagement aktiv ist, hat er eine entsprechend hohe Anzahl an weiteren Publikationen und ist auch als Redner auf Konferenzen aktiv. Wir kamen kurz ins Gespräch und haben danach weiter Kontakt aufgenommen. Er ließ mir ein Exemplar seines 2017 erschienenen Buchs “Projektmanagement mit dem PM-Haus” zukommen. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen es zu lesen. Da es mir gut gefallen hat, möchte ich euch meinen Eindruck nicht vorenthalten.

Projektmanagement mit dem PM-Haus

Aufbau und Inhalte des Buches

Das Buch ist genau wie das namensgebende PM-Haus selbst, nach den Phasen eines klassischen Projektes strukturiert. Bevor es mit den Projektphasen losgeht, gibt es drei einleitende Kapitel zum Buch, zum Projektmanagement im Allgemeinen und zum PM-Haus. Danach wird auf die einzelnen Etagen des PM-Hauses eingegangen. Dabei ist das erste Kapitel der Zieldefinition gewidmet, danach folgen Projektinitialisierung, Projektdurchführung und Projektsteuerung. Im abschließenden Kapitel wird die Theorie um einige Ratschläge aus der Praxis ergänzt.  Somit folgt das Buch in seiner Kapitelaufteilung nicht streng den klassischen Projektphasen (mehr zu den Projektphasen findet ihr auch in diesem Blogartikel: Stufen eines Projektes) lehnt sich in seiner Struktur aber dennoch an diese an.

"<yoastmark

Das PM-Haus

Das PM-Haus ist eine neue Art der Visualisierung für die verschiedenen Aufgabenbereiche im Projektmanagement. Der Aufbau in Form eines Hauses, mit verschiedenen Symbolen für die Aktivitäten, vereinfacht das Verständnis und die Erinnerung an die verschiedenen Themenbereiche. Eher optisch orientierte Menschen (wie ich selbst auch), können sich anhand eines solchen logisch aufgebauten Schaubilds viel besser die einzelnen Phasen und Inhalte merken, als anhand einer Beschreibung in Textform. 

An dieser Stelle wird also nicht das sprichwörtliche Rad neu erfunden. Stattdessen werden die bekannten wichtigen Aspekte des Projektmanagementalltags übersichtlich zusammengefasst.

Zielgruppe des Buches

Das Buch eignet sich besonders gut für Anfänger (passt also thematisch super zu meinem Blog!). Ich kann mir jedoch vorstellen, dass auch erfahrene Projektmanager vom neuen Ansatz “PM-Haus” und dem neuen Blickwinkel profitieren können. Wer selbst Projektmanagement lehrt oder Anfänger coacht, findet hier vielleicht eine weitere Methode um Wissen zu vermitteln. Dafür stellen die Autoren auch entsprechende Lehrmaterialien zum Download zur Verfügung (PM-Haus Unterlagen für Dozenten).

Die Autoren

Das Buch wurde von zwei Autoren gemeinsam verfasst. Zum einen vom bereits oben genannten Prof. Dr. Komus, zum anderen von Jutta Putzer. Frau Putzer arbeitet seit über 20 Jahren im Bereich Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Geschäftsprozessmanagement. Dadurch hat sie bereits eine Vielzahl an Projekten durchgeführt und konnte ihre Praxiserfahrung in das Buch mit einfließen lassen.

Herr Prof. Dr. Komus ist hauptberuflich an der Hochschule Koblenz tätig und hat mit großen Verbänden, wie z. B. der GPM, zusammen einige große Studien zum Projektmanagement veröffentlicht. Er berät zudem Unternehmen hinsichtlich der Optimierung ihres Projektmanagements.

Meine Meinung zum Buch

Projektmanagement mit dem PM-Haus nutzt eine neue Art die Organisation von Projekten darzustellen. Besonders gut hat mir gefallen, dass dabei neben den Fakten zum Ablauf klassischer Projekte auch die weichen Faktoren im Projekt berücksichtigt wurden. Themen wie Konfliktmanagement und Teammotivation sind für Projektleiter ebenso wichtig, wie Projektpläne und Gantt-Diagramme. Daher finde ich das Buch besonders für angehende Projektleiter gut geeignet, da mehr vermittelt wird, als die bloßen Abläufe eines Projektes.

Besonders gut finde ich auch, dass alle Schritte mit dem PM-Haus visualisiert werden und so in eine gut zu verinnerlichende Form gebracht sind. Mir selbst hätte ein solches Schaubild zum Aufhängen an der Wand zum Anfang sicherlich weiter geholfen. (Vielleicht hänge ich es mir jetzt trotzdem noch auf.) Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Ich würde es insbesondere Anfängern und PM-Dozenten bzw. Coaches empfehlen.

 


Weitere Informationen zum PM-Haus findet ihr übrigens auch auf der Webseite zum Buch.

Habt Ihr das Buch zufällig auch gelesen oder seid nach der Rezension daran interessiert? Welche andere aktuelle Lektüre habt ihr, die ihr empfehlen könnt? Ich würde mich freuen von euch zu hören.

 

PS: Der Text ist nicht gesponsert und enthält keine Affiliate-Links. Es handelt sich also nur um meine eigene Meinung. 😉